Zusatzqualifikationen

Sie würden gerne Ihr Profil erweitern oder haben den Eindruck, dass Ihr Arbeitsumfeld Anforderungen an Sie stellt, denen Sie bisher nicht gerecht werden konnten?
Dann finden Sie hier alle Angebote der Akademie, die über Seminare und einzelne Weiterbildungsangebote hinaus gehen.


 


Kursbereiche >> Kursdetails

Zertifikatslehrgang Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung


Widerrufsbelehrung

Verfügbarkeit

Kurs geschlossen Kurs geschlossen


Zeitraum

Datum Zeit
09.07.2019 09:30 - 17:30 Uhr
10.07.2019 09:30 - 17:30 Uhr
24.09.2019 09:30 - 17:30 Uhr
25.09.2019 09:30 - 17:30 Uhr
11.11.2019 09:30 - 17:30 Uhr
12.11.2019 09:30 - 17:30 Uhr
04.12.2019 09:30 - 17:30 Uhr
14.01.2020 09:30 - 17:30 Uhr
15.01.2020 09:30 - 17:30 Uhr
11.02.2020 09:30 - 17:30 Uhr
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Kursbeschreibung


Viele Kinder und Jugendliche leiden an den Folgen von traumatischen Erfahrungen und sind deshalb in ihrer Entwicklung schwerwiegend und umfassend beeinträchtigt. Sie brauchen pädagogische Begleiter und Ausbilder, die bestimmte Verhaltensweisen als Folgen traumatischer Erfahrung erkennen, und die sie dabei unterstützen, die Störungen zu überwinden.

Was ist ein Trauma im Unterschied zu starkem Stress?
Was passiert in traumatischen Erfahrungen im Gehirn und welche Folgen hat dies für den Alltag?
Welche Symptome können sich nach Traumatisierung entwickeln und wie erkenne ich sie?
Was hilft beim Umgang mit traumatisierten Menschen?


Inhalte der Module
Neben den Grundlagenkenntnissen der Traumapädagogik, Neuropsychologie und der Stressverarbeitung werden praxisnahe Interventionen auf verbaler und nonverbaler Ebene vermittelt und erprobt. Darüber hinaus ist uns eine nachhaltige Implementation der Inhalte in die Strukturen der Praxis wichtig. Daher werden die Teilnehmer traumapädagogische Projekte entwickeln und durchführen. Somit ist neben dem Wissenserwerb die Umsetzung des Gelernten unter Supervision ein wesentlicher Schwerpunkt.

Teilnahmevoraussetzung
• abgeschlossene Berufsausbildung, die für die Arbeit im psychosozialen Bereich qualifiziert
• mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld (in anderen Fällen persönliche Absprache notwendig)
• die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse aktuell in die Praxis umzusetzen
• eigene psychische Stabilität

Rahmen der Weiterbildung
Die Weiterbildung entspricht in Inhalt und Struktur den aktuellen Standards der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und den Standards des Fachverbands Traumapädagogik (FV TP).

Die Weiterbildung findet berufsbegleitend statt und umfasst
• 6 Module an jeweils 2 Tagen von 9.30 - 17.30 Uhr
• 3 Supervisionstage jeweils von 9.30 - 17.30 Uhr
• 1 Vertiefungsmodul an 2 Tagen von 9:30 – 17.30 Uhr
• Abschlusskolloquium mit Zertifikat

TeilnehmerInnen können sich für folgende Abschlussvarianten entscheiden:
Variante 1: Teilnahme an der Fortbildung mit Kolloquium --> Zertifikat Traumapädagogogik (einfacher Abschluss)
Variante 2: Teilnahme an der Fortbildung mit Kolloquium und einer zusätzlichen Fallvorstellung --> ZertifikatTraumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung (Doppelabschluss)
Variante 3: Teilnahme an der Fortbildung ohne Kolloquium --> Teilnahmebestätigung

Intervisionsgruppen
Zwischen den Seminarmodulen treffen sich die TeilnehmerInnen mindestens einmal in regionalen Intervisionsgruppen (3-6 TeilnehmerInnen) zu verschiedenen Aufgaben.

Zertifizierungsvoraussetzungen
analog den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und des Traumapädagogik (FV TP):
• die Teilnahme an allen Fortbildungseinheiten und Supervisionen
• ein Projekt und eine Fallvorstellung (beides mündlich und schriftlich)
• die Fallvorstellung und das Projekt sind durch ein Originaldokument zu belegen (z.B. Video, Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o.Ä. der KlientInnen)
• Abschlusskolloquium:
Die Zulassung zum Kolloquium erfolgt nach erfolgreicher und vollständiger Absolvierung der o.g. Seminare incl. der drei Supervisionen. Alle schriftlichen Unterlagen müssen zudem als ausreichend erfolgreich durch die Fortbildungsleitung bewertet worden sein. Die Prüfung erfolgt durch die Fortbildungsleitung. Dauer max. 90 Minuten in Kleingruppen.

1. Modul *
• Einführung in die Traumapädagogik
• Geschichte der Traumapädagogik
• Abgrenzung Traumapädagogik - Traumatherapie
• Diagnostik
• Prozesse und Folgen von Traumatisierung auf der Basis Neurowissenschaftlicher Grundlagen
• Implementation von Traumapädagogik in institutionelle Strukturen (Projektmanagement: Planung, Durchführung und Evaluation entsprechender Projekte in der tätigen Institution)
• Reflexion der eigenen Haltung zum Thema an Hand u.a. eines eigenen Projektes

2. Modul *
• Modelle der Traumapädagogik und Beratung
• Psychoedukation als Baustein der Traumapädagogik
• Bindung und Trauma
• Reflexion der eignen Bindungserfahrungen und seine Auswirkungen
• Reflexion des eigenen Handelns im Beruf bzw. im eigenen Projekt

3. Modul *
• Stabilisierung über verschiedene Zugänge wie: Musik, Kunst, Körper
• Stabilisierung und Ressourceninstallation
• Imaginationsübungen – Demonstration und Übung in Dreiergruppen
• Kulturelle Hintergründe und seine Auswirkung auf die Stabilisierung
• Aufgreifen eines aktuellen, gesellschaftspolitischen Themas als potentielles Arbeitsfeld für den Traumafachberater wie z.B. im Moment: Flucht und Trauma
• Reflexion des Projekt bzgl. der Integration der Inhalte aus diesem Modul

4. Modul *
• Soziale Stabilisierung - Techniken der Affektregulation
• Psychische Stabilisierung - Positive Life-events
• Ressourcenarbeit „ Inneres Kind“
• Rechtlich relevante Grundlagen

5. Modul *
• Trauma im System einer Institution
• Trauma im System Familie
• Akute und komplexe Traumatisierungen - Möglichkeiten des Handelns
• Reflektion der eigenen Rolle

6. Modul *
• Täter und Täterstrategien
• Umgang mit Täterkontakt
• Traumaspezifische Krisenintervention
• Sekundäre Traumatisierung
• Reflexion der eigenen Möglichkeiten und Grenzen im Beratungsprozess bzw. in der Institution (Projekt)

7. Modul * (Vertiefungsmodul Traumapädagogik)
• Traumapädagogische Basisstrategien
• Bindung und Trauma II
• Beziehungsdynamiken in Systemen

*Bei der Darstellung der Inhalte handelt es sich um Auszüge nach den Empfehlungen der DeGPT und des Fachverbands Traumapädagogik.

Diese Fortbildung wird von der agke (Arbeitsgemeinschaft katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen und Jugendsozialarbeit in der Diözese Augsburg) empfohlen.


Kursgebühr - externe Teilnehmer/innen Abrechnung in 4 Raten : 2800,00 €
KJF Mitarbeiter/innen (Abrechnung in 4 Raten): 2800,00 €


Zielgruppe

MitarbeiterInnen in psychosozialen, medizinischen und pädagogischen Berufen

Dozent(en)

Maria Johanna Fath

Dipl. Theologin, Systemische Familientherapeutin, Traumatherapeutin, Supervisorin


Portrait

Prof. Dr. Andrea Kerres

Psychologische Psychotherpeutin, Traumatherapeutin, Supervisorin, Organisationsberaterin


Portrait


Kursort

Sankt Elisabeth, KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrum
Fritz-Wendel-Straße 4
86159 Augsburg

Anmeldeschluss

18.06.2019

Max. Teilnehmerzahl

20
In Kooperation mit
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